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Was bedeutet Ernährung für Menschen mit schwersten Behinderungen und Lebenseinschränkungen?

Kürbissuppe in der Flasche
Bild von Kürbissuppe in Flaschen

Mit Kürbissuppe aus der Flasche überraschte der Küchenchef des Bildungs- und Begegnungszentrums Wartaweil (am Ammersee) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dritten Fachtagung Leben pur am 28. und 29. Oktober 2005. Diese ungewöhnliche Verköstigung per Strohhalm diente den über 200 Fachkräften, WissenschaftlerInnen und betroffenen Eltern als Anschauungsunterricht in Sachen pürierte Kost – einer der zahlreichen Aspekte des Tagungsthemas „Ernährung für behinderte Menschen“. Da fast doppelt so viele Anmeldungen eingingen, wie erwartet, wurde die Tagung mit allen Vorträgen und Workshops am 17. und 18. März 2006 wiederholt.

Sie können auf den folgenden Seiten das vollständige Tagungsprogramm sowie Zusammenfassungen der Referate und Workshops herunterladen, sich Bilder von der Tagung anschauen, mehr zum neuen Förderpreis oder den Produktanbietern zum Thema Ernährung erfahren, die Pressemitteilung oder die zahlreichen erschienenen Presseartikel nachlesen. Der vollständige Text aller Tagungsbeiträge ist auch als Buch erschienen.

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Blick auf das Auditorium

Messer, Löffel, Sonde ...

Mit 13 Vorträgen und 7 Workshops umfasste die dritte Fachtagung Leben pur mehr als doppelt so viele Beiträge wie die beiden vorangegangenen Tagungen. Behandelt wurden psychologische, pädagogische und soziale Aspekte der Essenssituation und Ernährung für Menschen mit schwersten Behinderungen, Kau- und Schluckprobleme, Sondenernährung, aber auch ethische Fragestellungen und nicht zuletzt die als Tabu geltenden Themen Verdauung und Ausscheidung.

Bild von Dr. Diesener im Gespräch mit Eltern

Ganzheitlicher Dialog

Als besonders gelungen bezeichneten die Teilnehmenden den fruchtbaren Dialog aus unterschiedlichen Blickwinkeln: WissenschaftlerInnen UND TherapeutInnen UND betroffene Mütter und Väter. Auch das Tagungskonzept mit seiner einzigartigen ganzheitlichen Zusammenschau des Wissens aus den Bereichen Ernährungswissenschaft, Medizin, Pädagogik und verschiedenster Therapien und Förderangebote wurde gelobt. Parallel zur Tagung präsentierten sich Hersteller von Esshilfen, Andickungsmitteln, pürierter Kost, Sondensystemen und Sondenkost auf einem „Marktplatz“. Bei der Wiederholungstagung Mitte März wurde erstmals der Förderpreis Leben pur vergeben.

Schirmherrin Eva Luise Köhler

Die zweitägige Fachtagung war von der wissenschaftlichen Leiterin der Stiftung Leben pur, der Sonderpädagogin Nicola Maier, sowie der Vorstandsvorsitzenden Christine Kopp und der Leiterin des Mobilen Therapeutischen Dienstes, Eva Herrmann, konzipiert und organisiert worden. Sie stand unter der Schirmherrschaft von Eva Luise Köhler, der Gattin des Bundespräsidenten. Zur Eröffnung wurde ihr Grußwort verlesen.

Bild von Nicola Maier im Gespräch mit Renate Schmidt, einer betroffenen Mutter
Bild von Hans Schöbel

Der ehemalige Behindertenbeauftragte Karl Hermann Haack und die amtierende Bundesbehindertenbeauftragte Karin Evers-Meyer trugen jeweils ein schriftliches Grußwort bei (Grußwort Haack, Grußwort Evers-Meyer). Der Vorsitzende des Landesverbands Bayern für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. und des Kuratoriums der Stiftung Leben pur, Hans Schöbel, begrüßte die Ehrengäste und eröffnete die Tagung (Grußwort Schöbel) im Namen des Veranstalters.

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